Als ‘reales Ding’ hängt Skulptur immer auch mit
Physischem, Körpern, Gewichten, Ausdehnungen etc. zusammen.
Was bei Skulptur weniger offensichtlich ist, das ist ihre Beziehung zu Zeit.
In ihrer klassisch-europäischen Form soll sie ‘ewiger’, d.h. zeitloser, Ausdruck sein.
Skulptur kann nur im Realraum erlebt werden.
wird aber heute meist nicht mehr für einen bestimmten Ort geschaffen:
Sie kann z.B. für 4 Wochen in einer Ausstellung auftauchen,
um dann anschließend wieder in einem Lager zu verschwinden.
Sie kann in einem Park oder Garten aufgestellt werden,
ohne dass das vorher in Betracht gezogen worden wäre.
Skulptur ist ortlos geworden.
Von daher ist es erst recht nicht klar, wie 30 Jahre künstlerische Beschäftigung
mit Skulptur in virtueller ‘Raum-Zeit’ dargestellt werden könnten.
Dieses Arbeitsjournal bietet einen doppelten Zugang als Ausweg an:
Klicken Sie auf die Bilder oder Textlinks um zu beiden zu gelangen.
- Über den ersten kommen Sie zu dem kleinen Dorf Wolfersheim in meiner näheren Umgebung, wo Sie auf eine Vielfalt ‘angewandter Arbeiten’ in einem lokalen Zusammenhang treffen können.
All diese Arbeiten haben einen bestimmten und festen Standort
und resultieren aus Dialogen mit den jeweiligen ‘Auftraggebern’ und ihren Ideen.
- Der zweite Zugang führt Sie, durch die Vermischung
von älteren mit neueren Arbeiten,
von funktionaler Skulptur mit ‘freier Gestaltung’,
von real existierenden mit virtuellen Objekten,
von ‘ortlosen’ mit ortsbezogenen Skulpturen
zu den (endlosen) Fragen rund um die Kunst:
Wie kann man nicht nur diese Arbeiten nutzen, vergleichen und beurteilen ?